Ein Funke Freude im Schatten des Krieges
Wir waren wieder da. Nach einem zweistündigen Grenzübertritt rollten zwei Fahrzeuge von Circus Soluna erneut vor das „Padium“ in Uschgorod – ein großes Kulturhaus, das uns schon im vergangenen Jahr beherbergt hatte. Dank der herzlichen Unterstützung seiner Leiterin, Svitlana Ivanivna Hanushyna, durften wir die Manege wieder in der großzügigen Aula aufbauen. Hier – und in den angrenzenden Fluren – sollte unser Zirkusprojekt mit den Schüler*innen der Spezialschule für hörbehinderte Kinder stattfinden.
Während das Team von Circus Soluna routiniert Lichtanlage und Vorhang installierte, wurde schnell klar, wie sehr sich das Projekt weiterentwickelt hat. Noch im letzten Jahr mussten wir auf einen großen Bühnenvorhang verzichten. Jetzt aber erstrahlte die Manege in voller Pracht – ein Ort, an dem Fantasie und Mut wachsen dürfen.
Doch nur ein Stockwerk höher sah der Alltag anders aus: Dort knüpften fleißige Frauen unermüdlich Tarnnetze für die Front. Ein stilles, alltägliches Zeichen dafür, dass der Krieg noch immer Realität ist.
Als am ersten Projekttag die Türen aufgingen, strömten die Kinder hinein. Kooperationspartner war wie 2024 die Spezialschule für höbehinderte Kinder und Jugendliche in Uschgorod. Einer Schule, die teilweise auch Internat ist und die Schüler_innen zum Teil aus der umliegenden Region kommen. Und so blickte wir in viele vertraute Gesichter aus dem Vorjahr – strahlend, erwartungsvoll, voller Wiedersehensfreude. Die Begeisterung über die glänzende Manege war groß, und die Atmosphäre füllte sich sofort mit neugieriger Energie.
Das Soluna Team um Birger Koch stellte den knapp 60 Kindern in zwei Runden verschiedene Workshops vor. Jede_r durfte alles ausprobieren, bevor sich jede Gruppe für zwei Disziplinen entschied, die in den folgenden Tagen trainiert wurden. Jonglage, Akrobatik, Diabolo, Clownerie und Zauberei – überall wurde gelacht, geübt, gestolpert und wieder aufgestanden. Der Spaß war den Kindern anzusehen, ebenso der Stolz, wenn etwas gelang.
Unterstützt wurde das Team von Katheryna und Daniel, eine ehemalige Lehrerin und ein ehemaliger Schüler der Spezialschule, die gestenreich übersetzten und ebenfalls mit großer Freude und vollem Engagement das Projekt bereicherten. Beide waren letztes Jahr und nun eine Woche zuvor schon ein wichtiger Teil beim “Zirkus der Sterne” Projekt von Circus Soluna in Kosiče (Slowakei).
Drei Tage lang wurde konzentriert gearbeitet und gelernt. Und am vierten Tag war es so weit: “Vorhang auf! Das Spiel beginnt!”. Für viele der Kinder ist das immer ein Moment, in dem sie über sich selbst hinauswachsen – gesehen werden, gehört werden, auf ihre eigene Weise strahlen. Ihr Können und Mut zur Präsentation in der Manege wurde vom Publikum natürlich mit viel Beifall belohnt.
Bilder sagen oft mehr als Worte. Darum zeigen wir hier einige Eindrücke von den Projekttagen und der Aufführung – Augenblicke voller Mut, Freude und Leichtigkeit in einer Zeit, in der genau das so dringend gebraucht wird.
(Bitte auf ein Bild klicken, um die Galerie zu öffen.)
Das ukrainische Fernsehen hat über die Aktion berichtet. Auch wenn man die Sprache möglicherweise nicht versteht, die Freude und der Stolz, Teil des Zirkusprojektes zu sein, ist bei allen zu sehen.
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