Gemeinsam Perspektiven für Kinder schaffen und gezielt unterstützen
Wie zuvor berichtet, gab es Anfragen aus dem Kreis Lwiw in der Ukraine zur Unterstützung von örtlichen „Kulturhäusern“. Dort erleben Kinder außerhalb des regulären Schulunterrichts Kultur in vielfältiger Weise. Mit Musik, Tanz, Theater oder Malerei schaffen diese Orte Räume, in denen Kinder und Jugendliche sich kreativ ausdrücken, Gemeinschaft erleben und Erlebtes verarbeiten können – gerade in herausfordernden Zeiten.
Genau das entspricht dem Anliegen von kids smile e. V.: Einrichtungen und junge Menschen zu fördern, die sich in diesen Bereichen kreativ für ihr Wohlergehen engagieren. Ganz nach dem Motto: Viel Freude trägt viel Belastung.
Durch die Vermittlung von Kateryna Sviatets von der StädteRegion Aachen – seit 2023 Partnerkreis des Kreises Lwiw – kam nun ein erster direkter Austausch per Videokonferenz zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Kulturhäuser und dem Vorstand von kids smile zustande.
Bereits im Vorfeld der diesjährigen Mitgliederversammlung wurde eine umfangreiche Material- und Werkzeugliste von insgesamt zwölf Kulturhäusern aus dem Kreis Lwiw an den Vorstand herangetragen. Diese diente nun als Grundlage für den Austausch. Uns war dabei wichtig, nicht einfach eine Liste „abzuarbeiten“, Materialien zu beschaffen und diese – etwa mit Unterstützung von Blau-Gelbes Kreuz e.V. – in die Ukraine zu schicken.
Vielmehr möchten wir die Menschen kennenlernen, denen wir helfen können, und aus erster Hand erfahren, was konkret benötigt wird. Gleichzeitig war klar, dass wir in einem ersten Schritt nicht alle Einrichtungen berücksichtigen und alle Wünsche erfüllen können. Zudem ließ die Liste nicht eindeutig erkennen, welche Materialien besonders dringend gebraucht werden.
So kam es zu einem ersten Kennenlernen mit Verantwortlichen dreier Einrichtungen:
- Kunstschule in Pustomyty (hier klicken)
- Kamjanka-Buzka Zentrum für Kreativität (hier klicken)
- Kleine Akademie der Künste der Gemeinde Komarno (hier klicken)
In gut anderthalb Stunden stellten sich alle Beteiligten gegenseitig vor und beschrieben ihre jeweiligen Ausgangspunkte – sowohl die Bedarfe vor Ort in der Ukraine als auch die Möglichkeiten und Zielsetzungen von kids smile e. V.
Es war ein sehr offener und freundlicher Austausch, der für alle Seiten mehr Klarheit geschaffen hat. Als nächste Schritte wurde vereinbart, dass die drei Einrichtungen kurze Vorstellungen ihrer Arbeit sowie ihren konkreten Hilfebedarf per E‑Mail übermitteln. Auf dieser Grundlage können wir gezielt auf Sponsoren und Unternehmen zugehen.
Der Vorstand wird sich intensiv mit den Anfragen befassen und mögliche Umsetzungen prüfen. Unsere Mitglieder werden wir selbstverständlich informieren und – wenn es passt – gemeinsam mit Partnern versuchen, die Bedarfe so gut wie möglich zu decken.
Vorsitzender Ralf Pauli hatte im Vorfeld bereits Gespräche mit Axel Jansen von der Bleiberger Fabrik in Aachen sowie mit Alexander Müller-Hermes von Aber Hallo e.V. aus Alsdorf geführt. Sollten sich tragfähige Beziehungen zwischen kids smile e. V. und den Kulturhäusern entwickeln, stehen beide Jugendkunstschulen weiteren Gesprächen über mögliche Kooperationen offen gegenüber.
Auch auf ukrainischer Seite wurde dieser Gedanke sehr begrüßt. Der Wunsch geht über kurzfristige Unterstützung hinaus – hin zu langfristigen, lebendigen Partnerschaften. Aus dem Kreis der Teilnehmenden hieß es:
„Wenn ukrainische Kinder heute dieses Miteinander mit Europa positiv erleben, prägt das ein Miteinander für eine ganze Generation.“
Vielleicht kann kids smile e. V. dazu einen kleinen, aber wichtigen Beitrag leisten. Wir berichten… 😉








